Sperrmüll

Sperrmüll sind bewegliche Sachen aus Haushalten, die selbst nach einer zumutbaren Zerkleinerung wegen ihrer Sperrigkeit, ihres Gewichts oder ihrer Materialbeschaffenheit nicht in die vom Landkreis zugelassenen Abfallbehälter passen, diese beschädigen oder das Entleeren erschweren können.

Was kann alles auf den Sperrmüll?

Welche Arten von Gegenständen zum Sperrmüll gehören, ist jeweils festgelegt: In der Regel zählen hierzu alle beweglichen Einrichtungsgegenstände, nicht jedoch üblicherweise fest mit der Wohnung verbundene wie Bodenbeläge, Zimmertüren, Wandverkleidungen oder Tapeten; manche Entsorgungsbetriebe geben als Faustregel an, dass alles, was bei einem Umzug mitgenommen würde, auch als Sperrmüll betrachtet werden kann.

 

Aufbereitung und Entsorgung

Unsere Kollegen fahren an den Sperrmülltagen mit zwei Fahrzeugen. Während mit dem einen Fahrzeug holzartiger Sperrabfall eingesammelt wird, lädt das andere Fahrzeug den übrigen Sperrmüll. Hierzu sollte der Sperrmüll aus Holzbestandteilen getrennt von anderem Sperrmüll bereitgelegt werden. Altholz, welches zum Möbelbau verwendet wurde, wird recycelt. Der übrige Sperrmüll wird auf dem Abfallwirtschaftshof der Deponie GmbH zerkleinert, sortiert und nach Wertstoffen getrennt. Der stofflich nicht verwertbare Anteil der Abfälle wird der energetischen Verwendung zugeführt.

Was bedeutet die energetische Verwertung? Das heißt, in diesem Fall wird der Abfall in einer Müllverbrennungsanlage verbrannt und zur Energienutzung verwendet – in Form von Wärme und/oder Strom.

 

Selbstanlieferung

Sie können jederzeit Sperrmüll außerhalb der festen Touren auf unseren Abfallwirtschaftshöfen kostenpflichtig abgeben.

 

Bereitstellung

Der Sperrmüll muss am Abfuhrtag bis spätestens 7.00 Uhr gestapelt, gebündelt oder in sonstiger Weise geordnet vor dem Grundstück zur Abholung bereitgestellt werden. Alles was auf dem Grundstück liegt, wird nicht entsorgt. Ganz klar, große und sperrige Einrichtungsgegenstände sind Sperrmüll – könnte man zumindest meinen, immerhin legt der Name es nahe. Doch so einfach ist es in der Praxis leider nicht. Nicht alles, was vor dem Umzug an Hausrat aussortiert wird, kann einfach auf dem Sperrmüllberg landen. Generell dürfen die einzelnen Teile des angemeldeten Sperrmülls die vorgegebenen Maße nicht überschreiten. Ein Volumen von 1,00 Meter mal 1,00 Meter mal 0,75 Meter darf nicht überschritten werden. Auch das Maximalgewicht ist vorgeschrieben – immerhin müssen unsere Kollegen die Gegenstände noch händisch ins Abfuhrfahrzeug laden können. Mehr als 75 Kilogramm pro Teil darf es normalerweise nicht sein.

Wer am Tag der Sperrmüllsammlung Schränke und Schubladen zur Entsorgung vor dem Grundstück stellt, muss darauf achten, dass diese Schränke und Schubladen geleert sind. Nur so kann holzhaltiger Sperrmüll einer gewünschten Wiederverwertung zugeführt werden. Bitte nutzen Sie auch bei der Sperrmüllsammlung keine gelben Säcke, um die Abfälle zu verpacken. Gelbe Säcke sind dafür gedacht, Verpackungen mit dem grünen Punkt zu entsorgen.

Das sollten Sie wissen!

Bei der Sperrmülltour kann keine komplette Haushaltsauflösung mitgenommen werden.

Ist das Sperr-Volumen von 5m³ überschritten, bleibt der Rest stehen. Bei größeren Mengen an Sperrmüll kann ein Containerdienst, Entrümpler beauftragt werden oder der Sperrmüll wird eigenhändig direkt zu den Abfallwirtschaftshöfen kostenpflichtig angeliefert. Ebenfalls kann man eine kostenpflichtige Sperrmüllabfuhr für 3 m³ schriftlich beauftragen.

Sperrmüll vor unbewohnten Grundstücken oder Garagen- und Garagenanlagen wird nicht entsorgt.

 

Was zählt als Sperrmüll?

In der Regel können Sie die meisten gängigen Möbel und sonstige große Einrichtungsgegenstände im Sperrmüll entsorgen. Das gilt zum Beispiel für:

  • Möbel, Möbelteile
  • Bettgestelle, Matratzen
  • Bügelbrett
  • Gartenmöbel
  • Fahrräder, Dreirad, Roller (ohne Befestigung)
  • Federbetten, Kommoden
  • Kindersitze, Wäscheständer, Kinderwagen
  • Teppiche (nicht gerollt; 1m x 1m)

 

Was gilt nicht als Sperrmüll?

Auf der anderen Seite gibt es auch einige Dinge, die nicht mit dem Sperrmüll entsorgt werden dürfen. Die Größe spielt dabei manchmal, aber nicht immer eine Rolle:

  • Alles, was fest mit der Wohnung verbunden ist – z. B. Bodenbeläge, Fliesen, Türen. Diese Sachen sind Bauabfälle.
  • Dinge, die nicht zur Standardausstattung eines Haushalts gehören – z. B. große Swimmingpools
  • Feuerlöscher
  • Gartenabfälle
  • Abfälle aus Bau-, Umbau-, Abriss- oder Renovierungsarbeiten
  • Gefahrgut (z. B. Öle, Lacke, gefährliche Baustoffe)
  • Kleinteile in Tüten oder Kartons
  • Spiegel, Glas und Keramik – Splittergefahr!

 

Sperrmüll ist deutschlandweit nicht dasselbe!

Was wäre Deutschland ohne seine Regeln?! Selbstverständlich ist daher Sperrmüll Deutschlandweit auch nicht dasselbe… Jeder Entsorger, kommunales Entsorgungsunternehmen oder Wertstoffhof definiert Sperrmüll etwas anders, da es keine offizielle Definition von Sperrmüll gibt. Die Unterschiede sind meistens beim Umgang mit Elektroschrott und Hausmüll (verpackt in Tüten oder Kisten) zu sehen. Sie sollten beim Sperrmüll entsorgen also darauf achten, dass Sie nur die die zugelassenen Materialien mit dem Sperrmüll entsorgen.

 

Wird Sperrmüll recycelt?

Sperrmüll ist sogenannter Mischmüll bzw. Abfall zur Verwertung (kurz AzV). Mischmüll wird für gewöhnlich nochmals sortiert und werthaltige Stoffe rausgezogen, meistens fällt der Großteil jedoch der Müllverbrennungsanlage zu. Oft lassen sich die Stoffe nur schwierig voneinander trennen oder sind gar fest miteinander verbunden (verschweißt, verschraubt, verklebt usw.). Ein echtes Recycling des Sperrmülls findet daher leider nur selten statt und wenn dann eher im kleinen Rahmen von Upcycling Maßnahmen.