Altglas

 

Altglas kann fast zu 100 % wiederverwertet werden und ist in Form von Recyclingglas wichtigster Rohstoff bei der Herstellung von Behälterglas. Glas lässt sich unendlich oft wiederverwerten und ist damit eines der wenigen Materialien, das quasi 1:1 recycelt werden kann.

Die Sammlung von Altglas erfolgt im Altmarkkreis Salzwedel mittels einer Vielzahl von Depotcontainern an verschiedenen Standplätzen. Auf keinen Fall dürfen Porzellan und Keramik, Bleikristallgläser und andere Trinkgläser sowie temperaturbeständiges Glas (z.B. Mikrowellen- oder Backofengeschirr) in den Altglas-Container. Sie gehören in den Restmüll, wie auch Fenster- und Spiegelglas. Geben Sie Glasabfälle niemals in den Restmüll, da sie ein wertvoller Rohstoff sind.

 

Entsorgen Sie Altglasbehälter im Altglas-Container.

Noch besser: Verwenden Sie Mehrweg-Behälter.

Achten Sie auf die korrekte Trennung von Weiß-, Grün- und Braunglas. Im Zweifelsfall verwenden Sie den Container für Grünglas.

Beachten Sie die Ruhezeiten: Der Einwurf von Altglas ist in der Regel nur werktags von 7 bis 20 Uhr gestattet.

Halten Sie die Umgebung der Container sauber und stellen Sie keine Kartons oder Plastiktüten neben die Container.

Glas lässt sich immer wieder einschmelzen und verliert dabei nicht an Qualität (bottle-to-bottle-Recycling). Für Schmelzprozesse sind allerdings hohe Temperaturen und der Einsatz von viel Energie notwendig. Damit Glasflaschen eine positive Klimabilanz aufweisen, müssen sie mehrfach wiederverwendet werden.

In acht Schritten vom Altglas zum neuen Produkt: der Recycling-Kreislauf von Glas. (c) RESORTI-Blog

 

Was gehört in die Glascontainer?

  • Flakons aus Glas
  • Getränkeflaschen aus Glas
  • Hohlglas wie z.B. Gläser mit Schraubverschluss (Marmeladen-, Honig-, Gurken- oder Olivengläser)
  • pharmazeutische Glasbehälter oder Flaschen
  • Einmachgläser
  • kleinere Fläschchen aus Glas wie z.B. Hustensaft, Nagellack, Parfüm

 

Was gehört nicht in die Glascontainer?

  • Fensterglas
  • Autoscheiben sowie Kfz-Lampen
  • Auflaufformen
  • Keramik, Porzellan, Steingut
  • Behälter aus Bleikristall (Aschenbecher)
  • Vasen, Blumentöpfe
  • Glüh- und Energiesparlampen
  • Ofen- und Kaminglas
  • Leuchtstoffröhren
  • Spiegel
  • Glasgeschirr und Trinkgläser
  • Weihnachtsbaumkugeln

 

Das richtige Entsorgen

Ein gründliches Auskratzen der leeren Gläser reicht vollkommen aus. Somit ist ein Ausspülen überflüssig und man spart Wasser.

Aber Achtung! Honiggläser sollten vor dem Entsorgen im Altglascontainer gründlich ausgespült werden oder man gibt diese direkt bei seinem Imker vor Ort wieder zurück. Die Bienen werden durch die Honigreste im Glas angezogen. Beim dortigen Sammeln des restlichen Honigs könnten sie sich mit der amerikanischen Faulbrut infizieren. Eine bösartige Krankheit, die ganze Bienenvölker ausrotten kann. Sie kommt mit dem importierten Honig zu uns. In anderen Ländern wird gegen die Brutkrankheit Antibiotikum eingesetzt, in Deutschland ist das verboten. Die Erreger sind für den Menschen übrigens gänzlich unbedenklich.

Sortieren ist das A und O

In Deutschland wird immer nach drei Farben sortiert – Weiß-, Grün- und Braunglas. Alle weiteren Farben, wie zum Beispiel blau, gelb oder rot, werden im Glascontainer für Grünglas entsorgt. Grünglas kann die Farbverunreinigung verkraften und es kann trotzdem noch ein neues Glasprodukt mit ordentlicher Farbe hergestellt werden.

Auch Glasflaschen, die jahrelang in der Natur lagen und nun verwittert und moosbewachsen sind, gehören in den Altglascontainer. Da manchmal keine konkrete Glasfarbe mehr erkennbar ist, gilt auch hier – in den grünen Behälter! Die modernen Glasaufbereitungsanlagen sind in der Lage, auch stark verschmutztes Glas nach einer Vorzerkleinerung einem geordneten Recyclingkreislauf zuzuführen.

Zusätzlich können die Recycling-Codes Hilfe bei der Zuordnung schaffen:

Recycling-Code-70 (GL)                  Recycling-Code-71 (GL)            Recycling-Code-72 (GL)

für farbloses Glas                              für grünes Glas                            für braunes Glas

 

Mit Deckel oder ohne?

Eigentlich haben Schraubverschlüsse, Korken oder Deckel im Altglasrecycling nichts zu suchen und gehören – je nach Material -, in den Gelben Sack oder die Restmülltonne. Moderne Glasaufbereitungsanlagen können diese Verschlüsse zwar aussortieren bzw. anschließend auch der Widerverwertung zuführen, dazu ist aber eben auch ein höherer Energieverbrauch nötig. Deshalb bitte trennen!

Etiketten oder Aufkleber können auf dem Glas bleiben und brauchen nicht mühsam entfernt werden.

 

Container voll?

Hat man genug Altglas zu Hause gesammelt und lohnt sich der Weg zum Container, ist es für jeden ärgerlich, wenn dieser dann voll ist. In der Regel werden die Container wöchentlich bzw. in regelmäßigen Abständen geleert. Trotzdem kann es auch mal passieren, dass der Container voll ist. Ist das der Fall sucht man am besten einen anderen Stellplatz auf oder entsorgt sein Altglas wann anders.

Auf ein Abstellen seines Altglases auf, vor oder neben dem Container sollte auf alle Fälle verzichtet werden. Man gefährdet somit nicht nur Fahrzeuge durch umherliegende Scherben, sondern auch Menschen und Tiere.

Mehrweg ist der bessere Weg!

Deutschland ist Europameister beim Verpackungsabfall. Die ständige Neuherstellung von Einwegverpackungen belastet das Klima.

Durch die Nutzung einer Mehrwegflasche kann jeder zum Klimaschützer werden. Denn über den gesamten Lebenszyklus verursacht Mineralwasser aus Mehrwegflaschen nur rund die Hälfte des schädlichen Klimagases CO2 im Vergleich zu Einweg-Plastikflaschen. Grund dafür ist deren häufige Wiederbefüllung und die überwiegend regionale Vermarktung über geringe Transportstrecken.

Wasserflaschen kaufen? Nein danke!

Leitungswasser ist am klimafreundlichsten. Es muss nicht abgefüllt und verpackt werden.  Dank der Trinkwasserverordnung wird das Leitungswasser sehr streng kontrolliert. In Deutschland besteht also das Privileg, Wasser mit Topqualität einfach aus dem Hahn zu bekommen. Jahr für Jahr wird dies durch unabhängige Tests bestätigt.

Mehr Informationen zu Leitungswasser gibt der gemeinnützige Verein a tip: tap, dieser unterstützt beispielsweise den Aufbau von Trinkbrunnen im öffentlichen Raum und an Schulen.